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Purpur-Kammmuscheln aus Peru

Hottlet - Epic : Purpur-Kammmuscheln aus Peru

Die Kammmuschel ist eine zweischalige Weichtierart. Sie lebt frei, auf sandigem Meeresboden. Am Mantelrand befinden sich zahlreiche Punktaugen, die dazu dienen, ihre natürlichen Feinde (Krabben, Seesterne) zu entdecken. Sie können sich schwimmend fortzbewegen durch kraftvolles mehrmaliges Zusammenklappen der Schalen. Die Kammmuschel ist ein Hermaphrodit. Das Fleisch besteht zu ¾ aus dem groβen Schlieβmuskel (das weißen Teil) und zu ¼ aus Rogen, die normalerweise zwei Farben hat : Sahne = Spermien ; Rot = Eier.

Hottlet - Epic : Purpur-Kammmuscheln aus Peru

In Peru züchtet mann die Purpur‐Kammmuscheln (Argopecten purpuratus) völlig natürlich, auf offener See. Die Muscheln ernähren sich von Plankton, das sie mit ihren Kiemen aus dem Meerwasser herausfiltern. Das größte Produktionsgebiet befindet sich in der Bucht von Sechura im Norden Perus. Hier gibt es etwa hundert von der EU anerkannte Zonen, die von der peruanischen Regierung überwacht werden. Das Meerwasser ist hier rein und hat viel Strömung. Also befinden sich viele Nährstoffe im Wasser. Die Produktion leidet jedoch stark unter dem Wetterphänomen El Niño, das alle 3 bis 7 Jahre auftritt. Es bewirkt eine starke Erwärmung des Oberflächenwasser vor der Küste Perus. Der negative Effekt von El Niño auf die Produktion dauert 2 bis 3 Jahre. In Peru gibt es zwei anerkante Zuchtsysteme.

Die Bodenkultur liefert 80% der Produktion. Sie erfordert wenig Investitionen und ist ein eher passives System. Die Larven oder „Spat“ (<1 cm) werden in rechteckigen Zonen bis zu 20 m tief „gesät“ und mit Bojen und Netzen abgegrenzt. Die Entwicklung wird stark beeinfluβt durch die Wasserqualität, natürliche Nahrungsmittel, Strömungen, Krankheiten und natürliche Feinde. Nach etwa einem Jahr sind die Muscheln bereit für die Ernte. Sie werden von erfahrenen Tauchern im Handverfahren vom Meeresboden gesammelt.

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Eine andere Methode ist die Hängekultur, wobei Laternennetze aus 10 Abteilungen verwendet werden. Die Netze sind mit Bojen an Langleinen verankert und werden abgesenkt auf eine ideale Tiefe für den Brutprozeß. Diese Methode ist zwar teurer, aber hat viele Vorteile : die Konzession wird optimal genutzt, das Wachstum ist besser und das Risiko von natürlichen Feinden ist geringer. Die Muscheln enthalten auch weniger Sand. Die Netze werden jeden 3‐4 Monate aus dem Wasser entfernt und gereinigt. Auf einem schwebenden Plattform werden die Schalen erneut sortiert und dann nach größe wieder in den Netzen gelagert. Mann erntet mit Boot und Kran.

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Die Muscheln werden nach der Ernte lebendig per LKW zur Fabrik gebracht. Die Schalen werden gereinigt. Je nach gewünschtem Produkt wird eine Schale entfernt (Halbschale) oder nur das Muskelfleisch ausgeschnitten (mit oder ohne Koralle). Es gibt keinen signifikanten Unterschied zwischen dem Endprodukt der verschiedene Zuchtmethoden.

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